Sonntag, 18. März 2012

HALBZEIT!

How (not) to study in Marburg
- Verlagere deinen Wochenschlaf auf Mittwoch morgens um acht (yeah, Statistik Übung!)
- Denke daran, du wohnt auf, an oder zwischen Bergen; trage Bergschuhe statt hohe Hacken!
- diese verbinden gegebenenfalls Treppenstufen, aber keine Gondeln (Plane deshalb Verschnaufpausen oder kleine Einkehrten ein!)
- Schrotte 2 I-Pods und ein Paar Knie (zu wenig Verschnaufpausen!)
- Verkaufe die Schrammen und Blutflecken als interessante Accessoires
- Sobald die Vorlesung anfängt, freu dich auf dein Mensaessen!
- Mensaessen ist um kurz vor 12 am schönsten; da ist es noch leer und du kannst dich später stundenlang über die Essen der Anderen Gourmetschmecker beratschlagen
- Falls dich plötzlich jemand auffordern sollte was intelligentes zu sagen, entschuldige dich höflich und erkläre dass du entweder gerade wegen eines verklemmten Nervs im Hals zusammengezuckt bist oder das du dir einfach nur mal kurz deine verknoteten Haare mit deiner Hand glatt streichen wolltest, vergesse dabei nicht, rot anzulaufen und hysterisch zu kichern
- Denke immer daran; du bist hier zu nichts verpflichtet!
- Schaue dir immer wenn du im Hörsaalgebäude bist die leckeren Käsekuchen und Himbeertörtchen im Café Leonardo an und freu dich auf dein Schokomüsli am Abend
- Denke daran wenn du die Vorlesung rechtzeitig türmst könntest du noch den immer zu frühen Bus Nummer 6 bekommen - Selbst wenn du ihn verpasst - fahre niemals mit der 4, aber wirklich auf gar keinen Fall mit der 1 nach Hause (es sei denn du möchtest eine einstündige Ghettotour unternehmen und eine empirische Studie über die Marburger Busfahrer machen, natürlich)
- Statt Statistik Übungen zu machen koch dir lieber ein perfektes 3-Gänge Menü
- Dann guck dir das „Perfekte Dinner“ an und lache über diese Dilettanten
- Statt Präsentationen vorzubereiten geh zu Facebook - Kommilitonen stalken
- Statt mit Kommilitonen wichtige Dinge auszutauschen, klicke bei ihren Party Bildern auf „i like“
- Statt Präsentationen vorzubereiten geh am Besten das Klo mal wieder putzen
- Esse Jeden Abend eine Schüssel Schokomüsli als Nachtisch, das gibt dir Energie (siehe Punkt 3!) und außerdem diverse Fettpolster für kalte Wintertage
- Stoß (wie jeden Abend) mit deinen Mitbewohnern auf einen glorreichen Tag an und kichert dann so lange bis der Nachbar klingelt um sich „freundlich“ zu beschweren
- Falle ins Bett und vergesse dabei nicht, dass du der Held des Tages warst
- Träume von deiner vergeigten Präsi
- Weine kurz vor der Präsi noch ein bisschen
- Vergeige dann die Präsi
- Werde jeden Donnerstag, um Punkt drei Uhr, nach dem Tutorium (yeah, letzte Veranstaltung der Woche) krank

How to (really) study in Marburg
- Schaue sonntags abends unbedingt noch Criminal Minds, so das du dich anschließend nicht mal mehr ins Bad traust und nachts schweißgebadet aufwachst – ein Serienkiller hat gerade versucht deine Seele zu verkaufen – und das mit Erfolg!
- Verlagere deinen Sonntagsschlaf also auf montags morgens um 8 – Psycho – yeaah!
- Lasse dich beim Schlafen unbedingt vorteilhaft fotografieren (irgendwer wird sicherlich noch ein Iphone haben!) und auf Facebook posten!
- Plane jeder zeit kleine Oberstadtssprints mit in dein Fitnessprogramm ein
- Ein mal hoch auf Schloß, dein morgendlichens Workout!
- Denk daran gut dabei auszusehen, wenn du auf 10cm durch die Oberstadt joggst – vergesse niemals dabei zu lächeln!
- Entschuldige dich niemals dafür dass du extrem fertig und viel zu spät irgendwo eintrudelst. Setzt dich einfach ganz entspannt hin und ess deinen Putenbrust-Bagel...
- Sobald die Veranstaltung anfängt, freu dich auf dein Mensaessen!
- Mensaessen ist eigentlich immer schön. Dank deines immer freien Stammtisches gehören Platzprobleme der Vergangenheit an!
- beschwere dich lauthals darüber, dass es tatsächlich jemand wagt sich an deinen Stammtisch zu setzen und schimpfe auch dann noch ein bisschen vor dich hin, wenn du längst dein Essen in dich schaufelst- Frechheit!
- Falls dich plötzlich jemand auffordern sollte was Intelligentes zu sagen, rede möglichst schnell und nuschele irgendwas in deinen Schal. Dann noch ein wenig Röte im Gesicht – schon ist das Problem gelöst!
- Denke immer daran, irgendwie könnte doch noch irgendwie interessant werden!
- Kaufe dir möglichst vor, nach und zwischen jeder Veranstaltung – was sag ich – auch wenn du keine Veranstaltungen hast- so viel Cappuccino wie du kriegen kannst – für was solltest du sonst dein Bafög ausgeben?
- Heule möglichst viel rum und schreibe am Ende nur billiante Punkte in Statistik
- Flippe vor Klausuren unbedingt immer noch komplett aus (immerhin erscheinst du ja!)!
- Schreibe Hausarbeiten mit links und betrink dich beim Abgabetermin so als hättest du um dein Leben gekämpft
- Mach dir möglichst jeden Abend Aufheiterungspasta - auch wenn du schlecht drauf bist – quasi schon mal vorsorglich...
- Ansonsten iss halt ein paar Pommes im Sudhaus!
- Denke dann an die härteste Zeit deines Leben (im Ghetto) und schmunzele ein wenig vor dich hin
- Bestehe darauf mindestens einmal die Woche im Sudhaus vorbei zu schneien, es könnte sich etwas verändert haben und wer weiß ob der Apfelwein immer noch genauso gut schmeckt!
- Bestehe auf jeden Fall darauf, dass du in der Oberstadt wohnst, auch wenn dein Heim in Wirklichkeit schon fast zu Ockershausen gehörst – oder zum Südviertel, je nach Geschmack
- Weil du ein Iphone hast, hast du Facebook immer bei dir. Liken ist was für Anfänger, du postet lieber die Orte an denen du dich aufhälst, zusammen mit den Personen mit denen du dort bist, zusammen mit Bildern von Orten und Menschen, zusammen mit einem Song den du gerade hörst, zusammen mit einem Link den du gerade entdeckt und wahnsinnig interessant findest – dann liken die Orte und Freunde neben dir deinen Post und ihr lacht euch ein wenig über eure Gefuchstheit ins Fäustchen
- Lass dich auf Partys auf jeden Fall von Komilitonen auf deine Posts ansprechen - Werde rot und tu dann so, als wüsstest du von nichts!
- Wenn du betrunken nicht den Weg nach Hause findest – frag Siri und vergiss nicht, dir von ihr die Taschenlampe anzünden!
- Gesundsein wird völlig überbewertet!
- Falle ins Bett und vergesse nicht alle deine scheiß Iphone-Wecker zu stellen!
- Träume von einem aufregenden Leben als Feldforscherin in zwiespältigen Sekten
- Ignoriere die scheiß Iphone-Wecker, wache lieber irgendwann gemütlich auf, dreh dich um und schlaf ein bisschen weiter (träume, dass du aufstehst und gemütlich in die Uni spazierst)...
- Bekomme einen Mordsschreck, springe entsetzt aus dem Bett und mache dich schon mal auf einen Oberstadt-Sprint bereit... die Komilis werden stauen!

jaja, die Zeit rennt und ich renn hinterher. Go, Viertes Semester - GO!

Sonntag, 11. März 2012

Die Geister die ich rief (ein ätzender monolog)


"Du denkst, wenn du denkst du könntest besonders schlau - besonders gefuchst sein - würde sich alles schon von alleine zurecht biegen. Spontan eine Wunderheilung eintreten. Als hättest du das je tatsächlich miterlebt - alles hättest du es je mal leicht gehabt. Selbstverschuldet versteht sich von allein. Nur ein Trottel wie du versteht es, das Leben unnötig zu verwirren, zu verknoten und anschließend zu zementieren. Es hilft alles nichts, du hast es wieder einmal vergeigt. Mit deinen wirren Gedanken hast du nicht nur dich zu Tode geredet – auch andere sind dabei umgekommen- andere die dich erst noch retten wollten. Aber du hast nicht aufgehört – du hast nicht mal Luft geholt zwischendrin und dich so um Kopf und Kragen geredet das die Anderen dir nachher nur noch den Strick reichen konnten. Ernsthaft - ich hatte dich gewarnt. Und auch sonst, deine vermeintliche Schlauheit bringt dich immer wieder in ernsthafte Schwierigkeiten. Meine Liebe - lange ertrage ich deinen Selbstfindungs- aka. Selbstzerstörungsprozess auch nicht mehr. Ich habe gehofft und gebetet und ab und an auch einen gut gemeinten Ratschlag erteilt, aber alles was passiert ist ein Haufen zementierte Scheiße, unbrauchbar wie der Rest den du fabrizierst; stiftet Verwirrung in allen Lebenslagen - so als wäre dies deine Berufung. Ich habe dir gesagt „sei vernünftig“, ich habe dich durchgeschüttelt und dich sogar zum Selbsthilfekurs angemeldet aber du dachtest ja du könntest mal wieder alle durchschauen und für dumm erklären. Du hast es nicht mal versucht! Lieber gehst du mit deinem verbohrten Kopf durch die Welt und wirfst mit Gedanken um dich, die dir später einmal schaden könnten, oder es jetzt schon tun. Weißt du – ich hatte immer noch ein bisschen Hoffung, habe einen kleinen Funken am Ende des Tunnels gesehen, aber jetzt liegt der Tunnel in Schutt und Asche und damit sind auch meine Hoffungen darunter Begraben. Eins muss man dir lassen du hast Talent im verzaubern, hast Talent Mut zu machen. Aber scheinbar nur damit man nachher umso enttäuschter ist! Wenn die Spontanheilung mal wieder auf einen Tag, den es nicht zu geben scheint, verschoben wurde. Ich habe es versucht, aber ich scheiterte kläglich. Habe noch ein schönes Leben!"



Nun denn "das Leben ist kein Wunschkonzert" - ich kotze diesen Satz zum Frühstück!

Donnerstag, 1. März 2012

heiter bis wolkig!




An dieser Stelle sollten eigentlich wunderschöne Lisboa-Bilder kommen - ich habs leider verkackt und es geschafft dass alles was jetzt bleibt, die Bilder in meinem Herzen sind. Deshalb die drei Fotos mit der Aussagekraft eines Fliegenschiss.

Fail better

Mittwoch, 29. Februar 2012

komm mal klar!

Wir warten auf das Glück. Das Glück, das nicht gleich davonrennt wenn man es umarmt. Das authentische Glück das selbst dramatische Ereignisse überdauern lässt. Dramatische Ereignisse wie den Tag, der nur einmal alle vier Jahren auftaucht und deshalb etwas ganz besonderes sein sollte. Ist er nicht. Glück das es schafft einen spontan aufzuheitern und ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern, selbst dann wenn der Kühlschrank leer ist und der Magen knurrt, selbst wenn am Ende des Monats nur ein paar Centbeträge zum Leben bleiben. Selbst wenn alles gegen Glück und alles für einen verfrühten Weltuntergang spricht. Schon heute noch. Selbst wenn man auf was wartet, was nicht kommen will, aus unergründlichen Gründen des schlechten Timings oder auch einfach so. Selbst dann schafft es das Glück, auf das wir warten, uns mitzureißen, selbst dann schaffen wir es klar zu kommen. Aber wir kommen nicht klar, wir warten. Wir setzen uns die allerschönste Wartemaske auf. Wir warten uns den Arsch wund, wir warten uns die Körperteile schläfrig. Erst die Beine, dann die Arme und irgendwann fangen selbst die Mundwinkel an taub zu werden. Wir warten auf das Glück, wir sitzen und schlagen die Beine hin und her und hoffen das es irgendwann vorbei kommt, anklopft und uns barmherziger weiße umarmt. Solange vertreiben wir uns die Zeit mit Dingen wie ‚auf bessere Zeiten warten’, ‚auf den richtigen Moment warten’ oder auch einfach nur auf den nächsten Tag. Den nächsten Monat, das nächstmögliche Ereignis. Wir warten auf Menschen, wir warten auf einen netten Augenaufschlag. Wir warten auf Zeichen. Wir warten auf Nachrichten, auf Neuigkeiten, auf Worte und Taten. Auf Antworten, auf Fragen. Wir warten in Schlangen, wir warten alleine, wir zerbrechen Dinge und Köpfe. Wir leiden, wir schwitzen. Es ist unerträglich, es ist demütigend, es ist eine Sache die nicht vermeidbar zu sein scheint. Wir warten auf unmögliche Sachen, auf Hintergrundmusik in den passenden Momenten, auf Davonfliegen und im Boden versinken. Wir warten darauf abheben zu können, wir warten vergeblich. Nicht nur Fluggesellschaften streiken die Tage, auch wir tun es ab und an. Wir verweigern das warten und leben. Wir atmen und verbringen Zeit mit klar kommen. Mit Worten die nicht passen, auf die nicht gewartet, sondern gehofft wurde. Mit Taten auf die nicht gewartet, sondern gesetzt wurde. Mit Nachrichten die weh tun und Neuigkeiten die wir nicht verstehen. Oder Neuigkeiten die weh tun und Nachrichten die wir nicht verstehen. Mit Augenaufschlägen die Herzen brechen. Mit Fragen und Antworten. Zeichen werden überbewertet, eingeschlafene Körperteile sind nur ein Teil des Übels. Klar kommen scheint nicht immer einfach. Klar kommen scheint nicht immer genug zu sein. Wir umarmen uns und rennen weg. Und alles was bleibt ist auf das Glück zu warten, zu hoffen das man nicht weitere vier Jahre verschwendet, oder zu atmen. Mehr nicht.


Was man die Tage so macht: codieren, codieren, codieren, schreiben, schreiben, schreiben, zwischendrin mensen, Kaffee trinken und den verfrühten Sommer genießen. 18 Grad, gefühlt (und gesehen) in Marbosch, am Tag der nur alle vier Jahren auftaucht, ohne Scheiß!

Der hier tut sein Bestes ein bisschen Glück zu transportieren, direkt in meine Ohren - ins Hirn! Enjoy it!

Freitag, 24. Februar 2012

same same (but different)

Zeit, die Zeit für Schreibsport zu nutzen.


Die Tage wiederholen sich. Du wiederholst dich. Wir wiederholen uns. Der Weg den wir gehen ist der gleiche, ich fürchte das Ende das wir bekommen, auch. Wir haben alles durch gekaut, zum x-ten mal, haben es durchgespielt mit verteilten Rollen, aber verstanden hat es trotzdem niemand. Das was bleibt, ist das was schon immer geblieben ist. Ist das was ich niemals loslassen werde, das was uns überleben lässt. Wir überdauern die Tage, wir überdauern Wiederholungen, wir überdauern den Rest. Das heißt aber nicht, dass wir zufrieden sind. Wir schauen uns in die Augen und fangen an zu hassen. Nicht uns, aber alles das was sich wiederholt. Wir hassen den Weg den wir immer wieder gehen und wir hassen die Wörter, die aus unsern Mündern wandern. Wir schauen uns in die Augen und lächeln. Weil wir wissen was wir meinen. Weil wir wissen was wir hassen. Die Tage wiederholen sich. Ort und Zeitpunkt sind die gleichen. Die Kulissen wurden einmal überstrichen. Du wiederholst dich. Kotzt Wörter, die ich schon so oft gehört habe, das ich sie gleichzeitig und im selben Takt mit dir sprechen kann und die mir trotzdem nicht sagen was ich hören will. Wir wiederholen uns. Unsere Konturen verschwinden. Tag für Tag. Wir tauschen Rollen. Wir tauschen uns aus. Wir lachen, wir trinken, wir schlafen ein. Wir wachen auf. Jeden Morgen, immer mit dem selben Gefühl. Wir könnten es besser machen, wir wissen nur nicht wie. Wir können es anders machen, wir wissen nur nicht ob es funktioniert. Wir funktionieren jeden Tag, solange bis wir ausfallen und ineinander fallen. Wie zwei Spielkarten fallen wir zusammen. Fallen und rappeln uns wieder auf. Wir murren, wir brummen, wir halten es nicht aus. Doch wir halten es. Wir tragen es in den nächsten Tag. - Die Tage wiederholen sich. Du wiederholst dich. Wir wiederholen uns. Wir hassen Wiederholungen, wir hassen Tage die nicht so enden wie wir das eigentlich wollen, aber wir wissen uns nicht anders zu helfen.

Mittwoch, 22. Februar 2012

structures.
















Retrospektiv, Sommer, 2011. Sound in Bildern.

Sonntag, 5. Februar 2012

Lost in sleep!

Wir schreiben unser Leben neu. Selbst mit einer fehlenden T-Taste bekommen wir das irgendwie wieder hin. Wir befinden unserer Mitte des Lebens, in der Blüte unserer Zeit. Wir sind jung und werden niemals schöner sein. Wir werden niemals besser zusammen aussehen als jetzt. Unsere Hände etwas klebrig und kalt, unsere Augen mit leichten Ringen verziert. Unsere Haut weich und dennoch ein wenig borstig, unser Bauch voll mit Verzehrtem. Auch wir verzehren uns. Wir gieren nach mehr. Nach einem Leben, das wir neu schreiben. Frisches Papier haben wir gekauft, den Bleistift gespitzt und zum ausmalen bunte Farben bereit. In unseren Augen funkelt es, denn nichts ist schöner als ein Meer aus Möglichkeiten. Auf unsern Wunschlisten stehen kühne Fantasien und Abenteuern, in unseren Köpfen brodeln die Gedanken. Verschwendet ist nichts außer der fehlenden Umsetzung. Nichts fehlt so sehr wie etwas zum anfassen. Hirngespinste reihen sich ein in mit Träumen die niemals geträumt wurden und Reales was niemals passierte. Unser Kopf dampft und wir bekommen Magengeschwüre, scheinbar haben wir den Sinn für das Wirkliche verloren. Wir tanzen zwischen Verlangen und Verlassen, springen zwischen Launen und Leichtigkeit. Wir schreiben unser Leben neu, aber vermutlich spielt es sich gerade woanders ab, mit Akteuren die eigene Vorstellungen haben und mitreden wollen. Wir wollen nicht reden, wir bekommen das auch so hin. Wir schauen in unsere müden Augen und finden darin Pläne die niemals aufgehen können und dennoch funktionieren. Die fehlende T-Taste ist zwar irritierend, aber hält uns nicht auf. Auch nicht, dass alles etwas verschwommen ist, dass es proportional unpassend und genaugenommen entrückt scheint. Dass unser Leben austauschbar ist und sich jeder Zeit in etwas anderes verwandeln kann, dass Zeit keine Rolle zu spielen scheint. Dass Momente wiederholt werden können. Dass man immer wieder eine Chance bekommt. Hände kleben, Augen jucken, der Schlafsand lässt sich kaum rauskriegen. Nichts hält uns auf, nichts lässt uns zweifeln, auch nicht dass wir jeder Zeit wieder aufwachen könnten. Wir schreiben das Leben neu. Jede Sekunde davon.


Das passiert wenn man 'Science of sleep' und 'Lost in Translation' in kürzester Zeit in sich einsaugt und sowieso voll von Irritationen ist. Statt Konzentration ein Meer aus bedeutungslosen Wörtern und wortgewandten Bedeutungen, kalter Kaffee und erfrorene Körperteile wo man nur Hinschaut... aber wer kann bei dieser (total übertriebenen) Eiseskälte schon noch klar denken?

Ich jedenfalls nicht. (passender Soundtrack!)